Chronik

Bodensanierung Juli 2012

Der seit dem Anbau des Kleinkailberstandes 1985 verlegte PVC Boden hat seine Dienste getan. Kleinere Schäden und Abnutzung machte eine Erneuerung notwendig. In der Sommerpause wurde ein neuer Boden verlegt. -Bi-

Bodensanierung - Bilder

Sanierung Kugelfang 2007-2008

In den Kugelfängen von Schiessanlagen lagern schweizweit insgesamt mehrere zehntausend Tonnen Blei aus verschossener Munition. Jedes Jahr gelangen zudem etwa 200 t zusätzliches Blei in die Kugelfänge. Das Schiessen verursacht somit heutzutage den grössten Eintrag an Blei in die Umwelt.
Am 1. November 2006 trat eine Änderung des Umweltschutzgesetzes in Kraft; sie betrifft u.a. auch die Altlastsanierung bei Schiessanlagen. Aus diesem Grund haben wir an unserer GV im März 2007 beschlossen, in der Winterpause 2007/2008 künstliche Kugelfänge zu stellen und so unseren Beitrag an den Umweltschutz zu leisten. Unter künstlichen Kugelfängen versteht man ein System, bei dem die Kugeln in einem Behälter hinter der Zielscheibe aufgefangen und danach umweltgerecht entsorgt werden können.
Da im Umweltschutz das Verursacherprinzip gilt, gehen die Kosten zu Lasten der Vereine. Eine solche Sanierung ist eine kostspielige Angelegenheit, deshalb waren wir sehr froh, auf finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde Sins zählen zu dürfen.
An der Gemeindeversammlung vom 21. November 2007 wurde von den Einwohnern ein Kredit zu Gunsten dieses Projektes gesprochen. Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich beim Gemeinderat und allen Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Sins. So konnten wir die Kugelfangsanierung verwirklichen. Mit rund 150 Frondienststunden, geleistet von den Mitgliedern, wurden am 17. November 2007, am 18. Januar 2008 und am 8. März 2008 in diversen Teilabschnitten die Arbeiten erfolgreich durchgeführt. Mit dem Beginn der neuen Saison Ende März gelangt bei den Sportschützen Sins in Zukunft kein Blei mehr ins Erdreich. -Bi-

Sanierung Kugelfang - Bilder
 

Rückblick Installation elektronischer Trefferanzeige 2000

Im Herbst und Winter 1999 - 2000 wurde im Schützenhaus Sins fleissig gearbeitet. In Rund 300 Fronstunden wurde die elektronische Trefferanzeige eingebaut. Termingerecht auf das Frühjahr 2000 konnten wir diese in Betrieb nehmen. Zur Einweihung wurden alle Gönner zu einem Apéro eingeladen. Mit Stolz konnten wir unsere neue Trefferanzeige präsentieren. Von der Idee bis zur Realisierung verging kaum ein Jahr. Unser Vereinspräsident Thomas Amstutz setzte alles daran, damit dieses Projekt realisiert werden konnte. So wurde an der Generalversammlung 1999 von ersten Abklärungen gesprochen. Im August des selben Jahres wurde an der ausserordentlichen Generalversammlung schon dem Kredit zugesprochen. Im November wurde ein Graben ausgehoben, betoniert, geschweisst und montiert. Im Februar waren noch Feinarbeiten nötig. Wie geplant konnten am 1. März 2000 zwei Mitarbeiter der Firma SIUS die 6 Anlagen installieren. Im Raum Freiamt ist das die erste 50m Kleinkaliber-Schiessanlage mit elektronischer Anzeige (Marke SIUS). Die Fr. 42´000.-- teure Anlage wurde durch den kantonalen Sport Toto Fond, die Gemeinde Sins, Industrie, Gewerbe und Gönner aus der Region und durch unsere Vereinskasse finanziert. Somit können wir unseren 16 aktiven Schützen und 10 Jungschützen eine moderne Anlage bieten. Die alte Seilzuganlage wurde den Sportschützen Eggiwil BE verkauft. An dieser Stelle möchten wir Sportschützen Sins allen, die zum Gelingen dieses Projektes beigetragen haben, herzlich danken. -Bi-

Installation Trefferanzeige - Bilder
 

Rückblick Anbau Schützenhaus 1985

1985, nach dreijähriger Umbau- und Renovationsarbeit, bei der die Mitglieder der beiden Schützengesellschaften 6000 Frondienststunden leisteten, wurde das Schützenhaus wieder eingeweiht. Die Modernisierung des 300-m-Standes galt auch der Lärmbekämpfung. Pfarrer Müller machte den Antrag, das Sebastiansgedächtnis am 20. Januar wieder zu feiern. Peter Bittel, Präsident der Kleinkaliberschützen, begrüsste im Namen beider Vereine die eingeladenen Gäste, darunter den Gemeinderat in corpore. Pfarrer Müller erzählte vor der Einsegnung des neuen Gebäudes die Geschichte des Hirtenknaben David. Dies ist die erste Geschichte in der Bibel, die von einem Schützen handelt. In der neuerbauten Schützenstube erläuterte Peter Bittel die Baugeschichte. Schon 1926 erhielten Mitglieder der Schützengesellschaft, die mit Kleinkalibergewehren schossen, die Schiesserlaubnis, mit der Auflage, nach jedem Schiessen abzuräumen. 1979 wurde der Plan gefasst, das Schützenhaus aufzustocken und zu erweitern. Erst im Dezember 1980 brachte eine Baukommission bei einer Sitzung beider Vorstände das Anliegen baugerecht vor. Man musste versuchen, ein Wegrecht aufzulösen. Am 12. Oktober 1982 erfolgte der Spatenstich für die Erweiterung. Dann gings richtig ans Werk. Dank verschiedener Gönner, Gratislieferungen und Arbeitsanweisungen der Handwerker steht nun das Schützenhaus modernisiert und renoviert in neuem Glanze da. Leider starben während der Bauzeit zwei sehr stark engagierte Kameraden: Paul Bittel, der Architekt, verstarb am 9. Februar 1984 und der grosse "Chrampfer" Jakob Fleischli wurde am 6. Januar 1985 zu Grabe getragen. Ihrer wurde in einer Schweigeminute gedacht. Peter Bittel erwähnte auch, dass die 6000 Frondienststunden unter anderem von Jakob Fleischli mit 700, Heinrich Gander mit 540, Paul Bittel mit 520 Stunden im Schützenhaus geleistet wurden. Guido Heeb übernahm nach dem Tod von Paul Bittel die Bauleitung. Dank dem grossen Einsatz der Schützen konnten fast 100'000.-- Franken eingespart werden. Das Schützenhaus war fertig. Nun hofften wir, dass alle so viel Freude daran hätten und trainieren würden, so dass sich künftig ein Goldlorbeerkranz an den andern reihen würde! -Bi-

Schützenhausanbau - Bilder

Kleinkaliberstand - Bilder

 

Chronik der Sportschützen Sins 2. Auflage: 1967 - 2001
Verfasser Ehrenmitglied August Sachs

Auszüge aus den Protokollen

1967
Zu dieser Zeit bestand unser Verein aus 14 A Mitgliedern (davon 2 Ehrenmitglieder) und 12 B Mitgliedern (davon 4 Ehrenmitglieder). In diesem Jahr beschloss man, die Trennung zwischen den Vereinen Sins und Oberrüti zu vollziehen. Der Vermögensanteil wurde an einer Sitzung im Rössli in Oberrüti beschlossen und mit Fr. 100.- ausbezahlt. Damit war die hängige Angelegenheit bereinigt. Am 2. April konnten wir die 1966 erworbene Wanderstandarte in der 4. Grössenklasse in Biel abholen. Der ganze Vorstand war am Absenden dabei. Auf dem Dorfplatz in Sins wurden die Schützen von allen anderen Vereinen und Gönnern begrüsst. Im vollen Einhornsaal würdigten diverse Politiker die Schützen. Das Eidgenössische Schützenfest in Neuhausen wurde vollzählig besucht. Wir erzielten den 36. Rang von 124 Sektionen.

1968
Am 24. März hatte der Vorstand einen schweren Gang, denn er musste die im Vorjahr gewonnene Standarte der Eidgenössischen Delegiertenversammlung in Will SG zurückgeben. An der Generalversammlung am 17. April wurde der gesamte Vorstand wieder gewählt. Es wurde eine zweitägige Schützenreise nach Saas Fee beschlossen. Unser Ehrenmitglied Josef Villiger-Nussbaumer hielt die gutgelungene Familienreise in einer ausführlichen Berichterstattung fest. Kurz darauf verstarb unser Ehrenmitglied und Vereinsgründer Josef Villiger.

1969
Viele Diskussionen gab es im Vorfeld um die Wahl des Vereinslokals. Schlussendlich konnte man sich auf das Restaurant "Trotte" einigen. An der Generalversammlung wurde auch beschlossen, dass Mitglieder mit 25 Jahren Mitgliedschaft, 15 Jahren Vorstandstätigkeit oder 10 Jahren Präsidium, zu Ehrenmitgliedern unseres Vereins erkoren werden sollten. Somit konnten nach dem neuen Reglement 5 neue Ehrenmitglieder ernannt werden. Es waren dies: Ernst Tschumi, Eugen Spörri, Josef Villiger 98, Burkard Leu und Burkard Konrad. Jakob Fleischlin wurde zum verdienten Ehrenpräsidenten ernannt. Der Grafiker René Villiger stellte das neue Vereinssignet vor, das bis zum heutigen Tag Beachtung findet. Die Laufscheiben wurden elektrifiziert und in Betrieb genommen. Dank Fronarbeit stiegen die Kosten nicht über Fr. 3 500.--. Die Chronik "40 Jahre Kleinkaliberschützen Sins" war fertig erstellt und die 560 Exemplare konnten dem Vorstand übergeben werden.

1970
Auch in diesem Jahr wurde der gesamte Vorstand wieder gewählt. Der Präsident Alfred Studer wurde dank seiner grossen Verdienste auch zum Ehrenmitglied ernannt. Theodor Bittel durfte die grossen Verdienste von Alfred Studer würdigen. Am 12. April hatte der Verein hohen Besuch beim Training. Weltmeister Erwin Vogt, Nunningen, gab uns wichtige Tipps fürs Liegend- und Kniendschiessen. Mit begeisternden Worten schilderte er uns seine erfolgreiche Schützen-Laufbahn. Es war ein Ohrenschmaus, ihm zuzuhören. Eine tolle Idee unseres Ehrenpräsidenten. Herzlichen Dank.

1971
Ehrenpräsident Jakob Fleischli und Ehrenmitglied Alfred Studer stifteten eine Walliserkanne mit Plateau und 6 Gobelets als Wanderpreis. Das machte die Jahreskonkurrenz doppelt spannend. Am Kantonalen in Zeiningen zeigten wir uns von der besten Seite. Unsere Sektion erreichte den 2ten Rang in der Mittelstufe mit 57.327 Pkt., d.h. neuer Rekord seit Bestehen des Vereins. Die Gruppe "Löchlilueger" doppelte nach; 2751 Pkt. oder 91.7 Pkt. je Schuss,=3. Rang und Fr. 200.- in bar. Bravo!

1972
Dank gutem Rechnungsabschluss konnte der Besuch des Eidgenössischen Schützenfestes in Biel weitgehend aus der Kasse finanziert werden. Den Wanderpreis "Walliserkanne " durfte als Erster Theodor Bittel in Empfang nehmen. Zu Ehrenmitgliedern wurden Xaver Köpfli für 25 Jahre Aktivmitgliedschaft und Theodor Bittel für 15 Jahre Vorstandsarbeit ernannt. Die von René Villiger gestaltete Wappenscheibe wurde ihnen überreicht. An der Vorstandssitzung im August gab der Präsident Alfred Studer bekannt, dass er Mitte Oktober sein Geschäft verlassen werde und ein Wohnortswechsel bevorstehe. Auf Wunsch würde er aber noch im Vorstand bleiben. Zum neuen kantonalen Verbandspräsidenten wurde Rolf Eggspühler gewählt.

1973
Wie angekündigt, gab Alfred Studer das Präsidium ab. Seine Arbeit wurde in allen Ehren gewürdigt, hatte er doch den Verein zu einer Blüte gebracht, wie sie noch nie erreicht worden war. Nach zähem Ringen konnte Heinrich Amhof zum neuen Präsidenten gewählt werden. Aufgrund seiner 25-jährigen Mitgliedschaft wurde Niklaus Studer zum Ehrenmitglied ernannt. Unser Verein beteiligte sich zusammen mit der Musikgesellschaft Sins an einer Gabe für das Jubiläumsfest "75 Jahre Männerchor Sins".

1974
Sämtliche Vorstandsmitglieder inkl. Rechnungsrevisoren wurden bestätigt. Walter Arnet wurde für die geleistete Treue (25 Jahre) zum Ehrenmitglied ernannt. Aus zeitlichen Gründen gab Richard Wicki den Austritt aus dem Verein bekannt.

1975
Nach 15 Jahren tritt Alfred Studer aus dem Vorstand zurück. Neu gewählt wurde Erich Horisberger. Auch das Zentralschweizerische Schützenfest in Ebikon wurde besucht. Am 8. Nov. durften wir für Peter Bittel und Margrit Saxer vor der Kirche in Oberrüti Spalier stehen und ihnen zum Bund fürs Leben gratulieren.

1976
Der Vorstand wurde wieder bestätigt. Theodor Bittel liess sich jedoch nur noch für ein Jahr verpflichten. Der Jahresbeitrag beträgt neu: A Mitglieder Fr. 5.-- , B Mitglieder Fr. 10.--. Die nichtschiessenden Ehrenmitglieder wurden vom Jahresbeitrag freigestellt. Das 50-Jahr Jubiläum der Kleinkaliber Schützen Sins verband man mit einer Reise nach Samnaun. Auch dieses Jahr platzierte sich Theodor Bittel im 1. Rang in der Jahresmeisterschaft. Für seine 16 Jahre Vorstandstätigkeit (davon 15 Jahre als Präsident) durfte Alfred Studer eine Berner Zinnkanne in Empfang nehmen.

1977
Theodor Bittel gab nach 20 Jahren Vorstandstätigkeit den Rücktritt bekannt. Präsident Heinrich Amhof würdigte die Arbeit. Er liess in grossen Zügen Revue passieren, was Theodor in all diesen Jahren für den Verein geleistet hat. Neu wurde sein Sohn Peter in den Vorstand gewählt. Das Eidgenössische Schützenfest in Zürich war unser diesjähriger Vereinshöhepunkt. Unsere Sektion rangierte im ersten Drittel. Gruppe "Löchlilueger" war von 919 Gruppen im 10. Rang. Als Preis gab es eine Wappenscheibe im Wert von Fr. 280.--. Das Verzichtscheinreglement wurde wie folgt festgelegt: Ein Kassabuch wird angelegt und der Betrag wird von jedem Schützen einbezahlt.

1978
Der Mitgliederbestand erfuhr keine Änderung (15 A Mitglieder, 16 B Mitglieder). Man beschloss einen Kredit von Fr. 1000.--, um am Zürcher Kantonalen Schützenfest teilzunehmen. Ebenfalls wurde ein grösserer Kredit für eine Vereinsreise bewilligt. Die Vereinsmeisterschaft wurde wiederum von Theodor Bittel gewonnen.

1979
Der Verein verlor durch Tod 2 B-Mitglieder (Burkart Giger und Hans Herzog). Während des Jahres verliess Erich Horisberger den Vorstand. Es wäre kein Wahljahr, aber durch diesen Austritt wurden auch Josef Villiger (Kassier) und Heinrich Amhof des Amtes müde. Neu stellte sich Charly Bittel als Schützenmeister zur Verfügung. Heinrich Amhof übernahm die Kasse und im Sommer wurde Peter Bittel zum Präsidenten erkoren. Die Jahresmeisterschaft gewann wiederum Theodor Bittel. Von nun an wurden die Verzichtscheine abgegeben. Sie werden bis heute nach der Rangliste abgestuft. Heinrich Amhof wurde für seine 15 jährige Vorstandstätigkeit zum Ehrenmitglied ernannt. Für seine 20-jährige Tätigkeit im Vorstand erhielt Theodor Bittel einen gravierten Kupferkessel.

1980
Als neue Mitglieder wurden Hansruedi Stauffer und Werner Amhof aufgenommen. Die Tatsache, dass drei Vorstandsmitglieder aus der gleichen Familie stammen (Fam. Bittel), gab im Verein Anlass zur Diskussion. Die Angelegenheit konnte aber gut gelöst werden. Am kantonalen Schützenfest in Laufenburg gewannen unsere 16 A- Mitglieder eine Treichel.

1981
Josef Bütler und August Sachs wurden Ehrenmitglieder aufgrund der 25-jährigen Mitgliedschaft. Theodor Bittel teilte mit, dass es in Zukunft keine Schweizer Munition mehr gäbe. Die Produktion in der Schweiz wurde eingestellt. Ab diesem Jahr gab es auch keine B-Mitglieder mehr. Sie wurden nun als Passiv-Mitglieder in unserer Mitgliederliste aufgeführt.

1982
In Ebikon starb unser Ehrenmitglied Anselm Hess. Drei Ehrenmitglieder erwiesen ihm die letzte Ehre. Der jährliche Gemeindebeitrag wurde ohne Antrag unsererseits auf Fr. 400.-- erhöht. Als neue Mitglieder nahmen wir Walter Stadler und Alois Widmer in unseren Verein auf. Der Vorstand samt Revisoren wurde in Globo wieder gewählt. Die Jahresmeisterschaft wurde von Paul Bittel gewonnen, zweiter wurde Theodor Bittel und dritter Charly Bittel. An der ausserordentlichen Generalversammlung orientierte Theodor Bittel über die Anschaffung von neuen Laufscheiben. Dem Fabrikat Polytronik gab man den Vorzug. Die Kompetenzsumme des Vorstandes wurde von Fr. 30.-auf Fr. 500.-- erhöht.

1983
Am 13. Januar mussten wir von unserem lieben Ehrenmitglied Josef Villiger für immer Abschied nehmen. Alle, die den " Melkli-Baba" kannten, werden ihn in guter Erinnerung behalten. Man beschloss, am Zürcher Kantonalen in Urdorf teilzunehmen.

1984
Wiederum eine Todesnachricht: Unser Bauführer Paul Bittel ist abberufen worden. Mit 16 Jahren (d.h. 1971) trat er unserem Verein bei. Auf Anhieb war er ein guter Schütze und ein lieber Kamerad. Er erreichte sein Berufsziel Baupolier 1980, nachdem er zuvor schon die Berufe Bauzeichner und Maurer erlernte. Das kam unserem Verein zugute. Er übernahm sofort die Planung und Bauführung unseres Schützenhauses. Am 16. Juli 83 läuteten für ihn die Hochzeits-glocken, im August 1983 erlitt er einen schweren Herzinfarkt und sieben Monate später im Februar 1984 läuteten die Todesglocken.
Als Nachbarsektion besuchten wir am 12. Mai das Standeröffnungsschiessen in Dietwil, wo unser Kassier Heinrich Amhof das Maximum von 80 Punkten schoss. Burkard Konrad erreichte 76 und Theodor Bittel 75 Punkte. Tags darauf fand das Freundschaftsschiessen mit Hünenberg statt. Anschliessend pflegten wir die Kameradschaft bei einem schmackhaften Zobig.

1985
Am 10. Januar kam die Todesnachricht von unserem Ehrenpräsidenten Jakob Fleischlin. Er starb im 76. Lebensjahr. Seine Mitgliedschaft in unserem Verein war für uns alle ein Glücksfall. Er war ein "Chrampfer". Sei es beim Scheibenstandbau, als Metzger bei den Sauschiessen, beim Menü zubereiten, immer war er da. Beim Schützenhausbau leistete er rund 700 Stunden Arbeit. Ein Freudentag war für ihn der 20. März 1969, an dem er zum Ehrenpräsidenten gewählt wurde. Wie viele schöne Abende wir mit ihm verbringen durften, an denen er für unser Wohl besorgt war, wissen nur jene, welche die schöne Zeit mit ihm erleben durften. Für das Sauschiessen fürchtete man bald das Ende. Doch mit Fleiss konnte wiederum die stattliche Zahl von 82 Schützen erreicht werden. Damit ist eine Tradition für uns Sportschützen und für das Dorf gesichert. Die Einweihung unseres Schützenhauses war am 21. Sept. (siehe unter Schützenhausneubau).

1986
Als Hauptschiessen galt das Berner Kantonale Sportschützenfest in Zollbrück. An zwei Tagen waren wir im Kampf und erreichten den Sektionsdurschnitt von 75.136 Pkt. Als Sektionsgabe konnten wir eine schöne Tischglocke in Empfang nehmen.Im Verlaufe des Sommers starben Frau Villiger-Nussbaumer und Frau Bütler Richtsteiner, Ehefrauen von 2 Gründungsmitgliedern.

1987
Das eidgenössischen Schützenfest in Chamblon wurde lückenlos besucht. Zwei immer noch aktive Mitglieder konnten ihern 70.Geburtstag feiern: Alfred Studer und Burkard Leu.

1988
Das Eidgenössische Veteranenschiessen in Brig wurde von allen 8 Veteranen besucht. Die 2-Tages-Reise führte uns mit der SBB nach Andermatt und mit dem Glacier-Express über die Furka nach Brig. Wir konnten uns rühmen, da die Aargauer Sektion den 1. Rang eroberte.

1989
Das Sportschützenfest in Flims-Sur-Selva war ideal für einen Besuch. Man konnte sich nach dem Wettkampf als Zuschauer beim Damentennis entspannen! Unsere Gruppe "Löchlilueger" besuchte wieder einmal das Nachtschiessen in Cham. Unter schwierigen Verhältnissen erreichten Charly Bittel und Urs Etter beachtliche 58 Punkte. Peter Bittel, seit 10 Jahren Präsident, wurde mit Dank zum Ehrenmitglied ernannt. Ehrenmitglied Alfred Studer hielt die würdige Laudatio.

1990
Peter Bittel trat nach elf Jahren als Präsident zurück, ebenso demissionierte Josef Etter als Kassier. Neu wurden André Bittel und Walter Stadler gewählt. Das Amt des Präsidenten war vakant. Daher der Kompromiss: Das Präsidium wurde im 2er Team geführt von Charly Bittel und Urs Etter. Zur folgenden Laudatio musste sich der Präsident erheben. Es ging darum, einen neuen Ehrenpräsidenten vorzuschlagen. In ausführlicher Art betonte er die vielen Stationen seiner Laufbahn. Bald wussten alle, dass es Theodor Bittel anging, der sichtlich gerührt war. Mit einer Ovation wurde er bestätigt. Weitere Feierlichkeiten folgten. Es wurde beschlossen, das Kantonale Sportschützenfest in Reinach zu besuchen, wobei auch das Veteranen-Schiessen eingeschlossen war. Gleichzeitig wurde auch ein Absenzenreglement beschlossen, das jedem Schützen zugestellt wurde. Das neue Cup Reglement wurde angenommen. Der neue Ehrenpräsident übernahm am Cup-Schiessen-Absenden und Spiessbratenhock in unserer Schützenstube sämtliche Kosten. Herzlichen Dank. Am 18. Mai waren alle Mitglieder mit Anhang im Hotel Löwen zu einem festlichen Abend mit Nachtessen zu Ehren unseres neuen Ehrenpräsidenten eingeladen. Das Duo "Rösli+Lineli", für viele Anwesende bekannte Grössen, brachte uns durch Musik (Harmonika) + Gesang zum Staunen. Ihre Witze stressten unsere Lachmuskeln. Die Sketchs von Theodor`s Söhnen Peter und Charly brachten im Verlaufe des Abends einige Sünden von Theodor humorvoll zum Vorschein. Alle amüsierten sich köstlich. Ein herzliches Dankeschön den Spendern und Organisatoren des unvergesslichen Abends.

1991
Das zentralschweizerische Sportschützenfest wurde in Hünenberg durchgeführt. Von der grossen Stichauswahl wurde rege Gebrauch gemacht, so dass jeder Schütze geschmückt nach Hause kam. Die Todesnachricht von Burkard Leu am 8. August bewegte uns alle. Vollzählig standen wir an seinem Grab. Alle wussten, was wir mit ihm verloren hatten. 50 Jahre war Burkard ein treues Mitglied. Seine sportlichen Einsätze und die gemütlichen Stunden mit ihm behalten wir in bester Erinnerung.

1992
Das Freundschaftsschiessen mit Hünenberg hatte nicht mehr viele Anhänger. Der Siegerpokal ging in unseren Besitz. Somit war der günstige Moment zum Ausstieg gegeben. Da wiederum kein Eidgenössisches Sportschützenfest stattfand, wurde das dezentralisierte in Wohlen besucht.

1993
Unser Verein taufte sich um in "Sportschützen Sins". Eine ausserordentliche Generalversammlung fand am 26. Juni betreff Statuten-Revision statt. So konnten Änderungen angebracht werden. Die Statuten wurden besprochen, bereinigt und durch die Generalversammlung genehmigt.

1994
Josef Küng und Alfred Studer demissionierten als langjährige Revisoren. Neu wurden Peter Bittel und Josef Etter gewählt. Nebst üblicher Schiesstätigkeit mussten wir 2 Ehrenmitglieder zur letzten Ruhe begleiten: Niklaus Studer-Amhof am 1. April und Ernst Tschumi-Zaugg am 19. Okt. Letzterer war ein ruhiger Schütze und über 50 Jahre aktiv.

1995
An der ausserordentlichen Generalversammlung am 14. Februar im Einhorn ging es vor allem um den Entscheid, welches Sportschützenfest besucht werden sollte. Das Ostschweizerische in Bischofszell bekam den Vorrang. Ehrenmitglied Alfred Studer musste wegen seiner schweren Augenoperation ins 2. Glied zurücktreten. 2 Karabiner-Stutzer wurden zu je Fr. 100.-- versteigert.

1997
Am 4. Januar verstarb nach langer Leidenszeit unser Ehrenmitglied Josef Küng. Über 50 Jahre war er ein fleissiges Aktivmitglied, davon 10 Jahre als Präsident.

1998
Wahlen: Urs Etter trat als Präsident zurück und tauschte die Charche mit dem Kassier Thomas Amstutz. Walter Stadler wollte sich entlasten. An seiner Stelle übernahm Margreth Walker das Aktuariat. Die Teilnahme am Eidgenössischen Sportschützenfest in Ibach war selbstverständlich.

1999
Am 13. März trat unser Ehrenmitglied Alfred Studer seine letzte Reise an. Er war ein Führungstalent besonderer Art. 15 Jahre war er Präsident. Weiter war er als Rechnungsrevisor tätig und galt als Zugpferd in unserem Verein. Wir behalten seinen Geist in uns und sind dankbar, ihn gehabt zu haben. Seine liebe Frau Hedwig ging ihm genau 2 Jahre voraus. Sie ruhen jetzt auf dem Friedhof in Buchrain. Das Freundschaftsschiessen zwischen der Schützengesellschaft Sins und uns Sportschützen wurde zum erste Mal durchgeführt. Am 23. Aug. fand eine ausserordentliche Generalversammlung im Schützenhaus statt. Der Grund war der Beschluss für den Umbau auf elektronische Trefferanzeigen. Thomas Amstutz und Urs Etter stellten das Projekt vor.Mit nur einer Gegenstimme wurde dem Projekt zugestimmt (Kosten Fr. 42'000.--). Somit konnte die Anlage (Firma SIUS) bestellt werden. Mit den Arbeiten wurde im Herbst begonnen. Initiant und Bauleiter war unser Präsident Thomas Amstutz. Genaueres findet ihr im Kapitel Umbau. Ehrenmitglied Josef Bütler, der Sohn von Gründungs- und Ehrenmitglied Hans Bütler, war 15 Jahre lang ein fleissiger Aktuar und ein grosser Gönner für seinen lieben Verein. Gesundheitliche Gründe zwangen ihn 1986 aus dem Verein zu demissionieren. Der Tod am 2. Dezember war für ihn eine Erlösung. Eine grosse Trauergemeinde nahm Abschied von diesem beliebten 60-jährigen Mann.

2000
Auch diesen Sommer verliess uns ein treues Ehrenmitglied: Walter Arnet, Abtwil. Er war ein treffsicherer Schütze und er stellte sich auch dem Vorstand zur Verfügung. Ein erster Jungschützenkurs wurde durchgeführt. Leiter waren: René Küng, Theodor Bittel und Josef Etter. Ein Waffentresor wurde angeschafft.

2001
Auf Antrag des Vorstandes konnten zwei leichte KK-Gewehre für die Jungschützenausbildung angeschafft werden. Die geplante Vereinsreise musste auf das Jahr 2002 verschoben werden, weil kein passender Termin gefunden wurde. Unser Pouletschiessen wurde immer beliebter. 1992 wurde es auf Initiative von unserem Ehrenmitglied, Alfred Studer ins Leben gerufen. Die Schweizer Schiessverbände fusionierten zu einem Verband. Der neue Verbandsname ist: SSV (Schweizer Schiessverband).